
Jeremy Scott ist zurück …und verrückt wie eh und je!
Jeremy Scott ist für die wohl abgefahrensten Sneaker verantwortlich, die je designed wurden. Kein Wunder, ist er doch ein Enfant terrible der Popkultur. Er wird von vielen für seine Arbeit geliebt und von einigen gehasst – nicht das schlechteste Erfolgsrezept. Kurz: Es führt kein Weg an Scotts schrillen Kreationen vorbei. Ob Superman-Pailletten, baumelnde Quasten, Knochen aus den Flintstone-Comics, Fersen mit Flügeln oder fluoreszierendes Schlangenleder – you name it, he got it. Jeremy ist jemand, der erst schießt und dann fragt. Umso mehr haben wir uns auf dieses Interview gefreut. Wer jedoch eine Over-the- Top-Persönlichkeit erwartet, wie es seine Arbeit suggeriert, wird enttäuscht: Jeremy ist nachdenklich, freundlich und überraschend dezent. Das schadete dem Gespräch jedoch nicht wirklich. Unser Mann in Paris bohrte in Sachen Teddybären, Mode und der Verbindung von beiden bei Jeremy Scott persönlich nach.
Jeremy Scott, Du bist ein echtes Original! Genießt Du es, so verrückt zu sein?
Eigentlich ist alles bei mir natürlich gewachsen. Ich folge meiner Inspiration, meinem Herzen. Ist also eigentlich ganz einfach, wenn man es so sieht. Man bringt Dich ja eher mit High-Fashion als mit Street-Culture in Verbindung, die Kids heutzutage scheinen jedoch sehr leicht zwischen beiden Seiten zu wechseln. Ich sehe das gar nicht als zwei unterschiedliche Seiten an. Für mich ist mein Stil eher natürlich gewachsen: Ich mag Tennisschuhe, Uhren und Popkultur. Und dann gibt es eben Elemente, die in der Mode nie Verwendung fanden und von denen ich denke, dass ich sie nutzen kann. Das können Dinge aus den Bereichen Mode oder Design sein. Diese beiden Bereiche inspirieren mich sehr stark.
Nehmen die Leute da draußen Mode zu ernst?
Ja, das glaube ich wirklich. Mode soll Spaß machen, sie ist zum Spielen da. Mode sollte frivol sein, mehrdeutig! Daher kann ich die Leute nicht verstehen, die Mode so todernst nehmen. Man sollte immer seinen Humor behalten, auch wenn mal schlimme Dinge passieren, das macht die Dinge ja nicht bedeutungslos. Ich muss einfach immer grinsen, ich kann nicht ernst sein – sogar wenn ich sauer bin. Die Modewelt kommt mir oft vor wie eine Kirche: Vorne knien sie und beten eine Bluse an. So war das aber nie gedacht! Kleidungsstücke müssen Leben haben, sie müssen getragen werden und voller Erinnerungen sein. Wenn man zum Beispiel ein altes Foto von sich auf Facebook findet und denkt: »Was, die Jacke habe ich damals getragen?!«, dann ist diese Jacke doch viel emotionaler und auch wichtiger als irgendein Designer-Teil, das so teuer war, dass man es kaum anziehen mag.




Ich finde fast alles super von ihm, er traut sich was und ist eben anders.
unglaublich kreativer mensch, ich freue mich jetzt shcon auf die nächsten kollektionen für adidas :)
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